Neue und alte Schaderreger im Kirschenanbau
Neue und alte Schaderreger im Kirschenanbau
30-6-2026
Die Braunfäule, verursacht durch verschiedene Pilzarten der Gattung Monilia, und die Kirschessigfliege (Drosophila suzukii) zählen zu den zentralen Herausforderungen im modernen Süßkirschenanbau in Südtirol.
Neben den zwei heimischen Arten Monilinia laxa und Monilinia fructigena wurden in Südtirol in den letzten Jahren auch Monilinia fructicola und Monilinia polystroma nachgewiesen. Diese Arten befallen Blüten, Triebe und Früchte und können erhebliche Qualitäts- und Ertragsverluste verursachen. „Im Laufe der Vegetationsperiode sammeln und analysieren wir die Pilzsporen hinsichtlich der vorkommenden Monilinia-Arten. Parallel dazu beobachten wir die Entwicklung von Fruchtinfektionen, um besonders kritische Infektionszeitpunkte zu identifizieren und mit den jeweiligen Witterungsbedingungen zu verknüpfen. Dadurch können Pflanzenschutzmaßnahmen gezielter und effizienter eingesetzt werden“, erklärte Mattia Pompermaier von der Arbeitsgruppe „Mittelforschung“ des Versuchszentrums Laimburg während einer vom Versuchszentrum Laimburg organisierten Feldbegehung am 23. Juni
Kirschessigfliege
Die Kirschessigfliege ist ein invasives Insekt mit hohem Schadpotenzial: Die Weibchen durchdringen die Fruchthaut intakter, reifender Früchte, um ihre Eier abzulegen. Die Forschenden untersuchen die Verteilung innerhalb der Baumkrone und analysieren die räumliche Dynamik der Kirschessigfliege in der Kirschanlage. Die Ergebnisse sollen dazu beitragen, Risikozeiträume besser vorherzusagen und Pflanzenschutzmaßnahmen im Südtiroler Kirschenanbau weiter zu optimieren. (Quelle: Pressemitteilung Versuchszentrum Laimburg)